El Calafate: Ein Traum von Kamille und Lavendel

DSC00509Schon als wir mit dem Flugzeug über das argentinische Patagonien bei El Calafate geflogen sind, ist mir der Mund offen stehen geblieben. Diese Weiten, die Berge, die kräftigen, satten Farben, die Lagunen,…so eine Landschaft hatte ich noch nie zuvor gesehen.

In El Calafate angekommen, fiel mir vor allem der Geruch auf: Noch bevor mir die Kamillefelder und die unzähligen Lavendelsträucher aufgefallen waren, roch ich sie. Und obwohl ich noch nie in der Gegend gewesen war, war der Geruch so vertraut und angenehm, dass ich ein Gefühl von „zu Hause ankommen“ hatte. Er erinnerte mich an meine Oma, die mir früher immer frischen Kamilletee zubereitet hat und an den Geruch des Kopfkissens, auf das meine Mutter im Sommer einige Tropfen Lavendelöl gab, um die Mücken zu vertreiben.

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Reserva Nimez

Wenn man in El Calafate ist, muss man einfach mit allen Sinnen wach sein: Riechen, hören, schmecken, sehen, fühlen, das funktioniert im argentinischen Patagonien ganz wunderbar. Denn das Leben scheint dort stillzustehen, die Menschen leben naturverbunden und einfach. Keine bunten Leuchtreklamen, Straßenlärm und Hektik lenkt vom Charakter des Städtchens ab. Einen besonders zauberhaften Einblick in Flora und Fauna bekommt ihr in der Reserva Nimez. Dort kann man wunderbar Vögel beobachten, sieht die Namensgeber des Ortes, die Calafate-Beeren, erfährt Vieles über die dort lebenden Tiere, über die Pflanzen und die Umgebung. Wenn ihr die Reserva Nimez besucht, nehmt euch Zeit, denn es ist kein Ort der Hektik. Setzt euch in Ruhe auf eine Bank, haltet inne und lauscht nach den Rufen der Vögel, sucht mit euren Augen die Büsche nach kleinen Vögeln ab und lasst euren Blick in die Ferne schweifen. Für mich sind das auf Reisen die kostbarsten und unvergesslichsten Momente: Diejenigen, in denen ich alles um mich herum vergesse und mich voll auf die Umgebung einlassen kann.

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Calafate-Beeren

Um den Geschmackssinn nicht zu vernachlässigen, gebe ich euch natürlich auch noch ein paar Tipps für gutes Essen: Passend zum gesamten Lebensstil in El Calafate wird in den ortsansässigen Restaurants mit Liebe und Bedacht gekocht: Es werden für die Region typische Lebensmittel verwendet: Überall finden sich die Calafate-Beeren wieder, außerdem ist Lammfleisch ganz typisch und fast überall stehen Empanadas auf der Speisekarte. Besonders empfehlen kann ich das Mi Rancho (unbedingt reservieren) und die Pura Vida Resto Bar. Auch das Naschen zwischendurch kommt in El Calafate nicht zu kurz: Im Zentrum der Stadt gibt es viele Läden, die hausgemachte Schokolade in unzähligen Variationen verkaufen. Unbedingt probieren, zum Beispiel im Lädchen des Bonbonmachers Laguna Negra!

Restaurant Mi Rancho - klein und urig

Restaurant Mi Rancho – klein und urig

Die beste Reisezeit für Patagonien ist übrigens der Sommer (November bis Januar): Dort hat man wunderbare lange Tage und es ist nicht allzu kalt. Wir hatten mit ca. 15 Grad absolutes Glück im Januar, und auch den Wind sollte man nicht unterschätzen. Nehmt euch ausreichend warme Kleidung und Windbreaker mit!

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Übernachtungstipp:

Die Hostería Cauquenes de Nimez ist einfach, aber sehr heimelig. Das Personal ist absolut nett und hilfbereit ein Ort zum Wohlfühlen!

Veranda der Hosteriá

Veranda der Hosteriá

Must see: Gletscher Perito Moreno

Wenn man im argentinischen Patagonien ist, sollte man den Nationalpark Los Glaciares mit dem Gletscher Perito Moreno auf keinen Fall verpassen. Davon mehr in meinem nächsten Beitrag!

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